Wohin geht der Weg der Cloud?

11. Okt 2018


Diane Green steht auf der Bühne und erzählt von einem Erlebnis während der Next-Konferenz. „Ob sie denn auch zur Google-Cloud-Veranstaltung gehen würde?“ wurde die Chefin der Google Cloud Sparte von einem anderen Besucher gefragt. Green führt eines der größten Wachstumsgeschäfte des amerikanischen Internetkonzerns, auch deshalb kann sie es wohl verschmerzen, noch nicht wie ein Promi auf der Straße erkannt zu werden, wie andere CEO’s aus dem Silicon Valley.

Doch wohin geht der Weg der Cloud?

Aktuell trifft sich die Google Community auf der Google Next 2018 in London, der größten Cloud-Konferenz in Europa. Bereits im Sommer war die Google Next 2018 in San Francisco zu Gast, am Heimatort von Google.

Das Cloud-Geschäft wächst rasant, es macht einen großen Anteil des Geschäftes aus, welches die Google Mutter Alphabet unter „Sonstiges“ ausweist. „Die Cloud steht erst am Anfang“, sagt Greene auf der Next in London, insgesamt liegen gerade mal 10% der Rechenleistung in der Cloud. „Aber es ist ein sehr wichtiger Faktor für die digitale Transformation für Unternehmen.“ Und darin befinden sich seit nun einigen Jahren die meisten Unternehmen- egal ob von Börsennotierten Global Player bis hin zum Mittelstand- und auch dieses Jahr auf der Next stellen viele genau dieser „Digital Transitioner“ Ihre Geschäfte in London vor- mehr als 8000 Teilnehmer werden erwartet.

Zum Beispiel Metro, der Großhändler aus Düsseldorf gab auf der Keynote am Mittwoch bekannt, die komplette SAP Struktur nach Google Cloud auszulagern, Metro verspricht sich dadurch nicht nur die konsolidierung von Rechenzentren sondern auch dass alle Daten an einem Ort und besser durchsuchbar sind. Aber auch das Thema KI und ML sind für Metro interessant, gerade weil die Möglichkeit besteht, statistische Datenmodelle zu verwenden um vorauszusagen, wie sich Kundenwünsche verändern. Im Falle des Großhändlers nicht ganz uneigennützig: Frühzeitig zu erkennen, wenn bestimmte Produkte häufig nachgefragt werden, um Lieferengpässe zu vermeiden.

Der Spieleherstelle King, bekannt für „Candy Crush“ nutzt Google Cloud dazu um mit virtuellen Maschinen Level anzupielen um zu testen, ob sie interessant genug sind, damit sie auch Menschen überzeugen.

Auf der Next in London ist gut erkennbar, wohin der Weg der Cloud geht- trotz der vielen Mitbewerber wie Amazon oder auch Microsoft. Googles Strategie ist daher der Hinweis auf die eigenen Fähigkeiten in Sachen Sicherheit: Jede Minute filtere das System 10 Millionen Spam- und Phishing-Attacken heraus, außerdem 7000 schädliche Internetadressen. Zusätzlich baut Google eigene Computerchips, um zu verhindern, dass jene Teile, die die Infrastruktur steuern, von Kriminellen oder Geheimdiensten kompromittiert werden.